Über den Strukturwandel der Landwirtschaft wird schon lange und kontrovers diskutiert. Dieser Strukturwandel der ländlichen Besiedlung und Bevölkerung ist sehr tiefgreifend, aber kaum ein Thema in öffentlichen Debatten. Dabei entsteht hier etwas gesellschaftspolitisch Neues: Erstmals seit der Jungsteinzeit arbeitet die überwältigende Mehrheit der Menschen auf dem Lande nicht mehr in der Landwirtschaft, im Forst oder in der Fischerei.
Diesen Wandel wollen wir – die Mecklenburger AnStiftung und die Europäische Akademie MV – in diesem Jahr mit Expertengesprächen erkunden, dabei aktuellen Entwicklungen auf den Grund gehen und den Strukturwandel auf dem Land aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten. Jede Veranstaltung findet online statt mit einem Kurzvortrag und Zeit für Anmerkungen und Diskussionen. Im Anschluss bietet der Moderator jeweils ab 20.15 ein Nachgespräch über Zoom an.
Dieser Beitrag thematisiert die "Entwertung" des Landlebens in einer "integrativen" Perspektive, also nicht bloß den Rückgang der Landwirtschaft oder den Verlust von Arbeitsplätzen oder den Abbau von dezentralen Infrastrukturen, sondern die Entwertung von Wirtschaft, Kultur und Umwelt im ländlichen Raum in ihren wechselseitigen Verflechtungen (einschließlich der politischen Gestaltung). Damit greift der Referent zentrale Thesen seines Buches "Das Landleben" (Verlag C. H. Beck, München 2020) auf und präsentiert sie in knapper Form.
Anmeldung und Kontakt
Die Teilnahme ist für alle Interessierten kostenlos.
Für Anmeldungen und Rückfragen stehen wir Ihnen gern unter e.wilk@ea-mv.com
oder unter 03991 153711 zur Verfügung.