Zukünftiges Bildungs- und Dokumentations­zentrum Prora


Im Frühjahr 2021 wurden nach langjährigen Bemühungen der Kauf und die Sanierung des Gebäudeteils „Kamm 7 und Liegehalle“ im Block V der Anlage von Prora vom Kabinett und Landtag Mecklenburg-Vorpommern beschlossen. Im Herbst 2021 erwarb das Land Mecklenburg-Vorpommern den Gebäudeteil vom Landkreis Vorpommern-Rügen. Prora als historischer Ort entzieht sich aufgrund seiner Vielschichtigkeit und unterschiedlichen Nutzungsphasen einfachen Erklärungen. Genau dies bedeutet aber auch eine große Chance für die historisch-politische Bildungsarbeit. Um dem gerecht zu werden, sollen die Sanierungsmaßnahmen in den kommenden Jahren eng mit der Erarbeitung einer neuen Dauerausstellung und Bildungsangeboten verzahnt werden, damit Prora auf diese Weise ein Erinnerungs- und außerschulischen Lernort bleibt, an dem sich junge Menschen, Tourist*innen und Einheimische mit der Geschichte von Diktatur und Demokratie auseinandersetzen.

Auf dieser Seite wollen wir die interessierte Öffentlichkeit fortlaufend über die Sanierung und die Errichtung des Bildungs- und Dokumentationszentrums informieren. 

 


Chronologie der Ereignisse (Stand: September 2022)

September 2022: Vorstellung der restaurat. Befunde/ Befunde zur Bau- und Nutzungsgeschichte

Am 8. September fand ein Beratungstermin der Staatlichen Bau- und Liegenschaftsverwaltung Schwerin mit dem Landesamt für Kultur und Denkmalpflege, der Landeszentrale für politische Bildung und dem Dachverein Bildungs- und Dokumentationszentrum Prora statt. Er galt der Vorstellung der Befunde anhand der restauratorischen und bauhistorischen Untersuchungsergebnisse sowie der Rechercheergebnisse, um daraus die Bau- und Nutzungsgeschichte ableiten zu können. Insbesondere bezüglich der Ausstellungskonzeption können die Befunde wichtige Impulse zur Einbeziehung in die Ausstellungsgestaltung geben. Darüber hinaus muss der zukünftige Umgang im Sinne der Konservierung herausgearbeitet werden.

Am 13. September arbeiteten die Landeszentrale für politische Bildung und der Dachverein Bildungs- und Dokumentationszentrum Prora mit Unterstützung der Hochschule Wismar weiter am Erzählfaden für das zukünftige Gestaltungskonzept.


Juli 2022: Exkursion nach Berlin

Am 27. Juli machten sich Vertreter des Dachvereins Prora, der Hochschule Wismar und der Landeszentrale für politische Bildung auf den Weg nach Berlin. Um sich mit verschiedenen Ausstellungsgestaltungen an historischen Orten auseinanderzusetzen und für spezifische Fragestellungen zu sensibilisieren wurden folgende Lern- und Erinnerungsorte besucht: Dokumentationszentrum NS Zwangsarbeit Schöneweide, Museum Berlin-Karlshorst und Anne-Frank-Zentrum Berlin. Die Kriterien für die Auseinandersetzung mit den jeweiligen Gestaltungskonzepten vor Ort waren: Denkmalschutz; der Umgang mit verschiedenen historischen Zeitfenstern/Einbeziehung in das Ausstellungskonzept; Inklusion im Allgemeinen und insbesondere unter Denkmalschutzbedingungen; beschränkter Platz für Raumgestaltung/gegebene Einschränkungen durch denkmalgeschützte Räume oder Gebäudeabschnitte; pädagogische Arbeit am historischen Ort.


Juni 2022: Gutachten, Partner, Gestaltungskonzept

Am 14. und 15. Juni 2022 führte die Landeszentrale für politische Bildung den nunmehr dritten Workshop durch. Beteiligt ist hier insbesondere der Dachverein Bildungs- und Dokumentationszentrum Prora e. V. Zunächst stellte die Staatliche Bau- und Liegenschaftsverwaltung Schwerin den Projektpartnern einen Zwischenstand des baufachlichen Gutachtens (K1-Gutachten) vor, welches bis Herbst 2022 fertiggestellt wird. Im Anschluss begrüßten die genannten Akteure Vertreter*innen der Gemeinde Ostseebad Binz, des Landesverbands MV des Deutschen Jugendherbergswerks und den Investor der benachbarten Liegenschaft zu einem Austausch. Beim Besuch von Susanne Bowen, Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten und von Jutta Bieringer, Staatssekretärin für Bundesangelegenheiten und Bevollmächtigte des Landes Mecklenburg-Vorpommern beim Bund im Rahmen der Kabinettsssitzung am 14. Juni 2022 auf der Insel Rügen und dem Format "Landesregierung vor Ort" informierten sich die beiden Staatssekretärinnen über den aktuellen Sachstand des Projekts.

Am nächsten Tag wurde mit Unterstützung der Hochschule Wismar die Erarbeitung des Erzählfadens für das zukünftige Gestaltungskonzept in Vorbereitung einer Ausschreibung zur Vergabe von einem Auftrag an ein Gestalterbüro begonnen.


März/April 2022: Raumbedarfsplan

Im zukünftigen Bildungs- und Dokumentationszentrum Prora soll ein attraktiver und moderner Lernort entstehen, der insbesondere auch junge Menschen zur Auseinandersetzung mit Geschichte und Gegenwart einlädt. Dazu benötigt es nicht nur Räume für eine Dauerausstellung, sondern auch für die Bildungsarbeit. In zwei Klausurtagung haben die Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern und der Dachverein Bildungs- und Dokumentationszentrum Prora e. V. mit Unterstützung der Fakultät Gestaltung der Hochschule Wismar, der Staatlichen Bau- und Liegenschaftsverwaltung Schwerin und dem Landesamt für Kultur und Denkmalpflege begonnen einen Raumbedarfsplan zu erarbeiten. Dieser muss bis August 2022 fertiggestellt werden.


 

Oktober 2021: Gutachten und Raumbedarfsplan

Die Staatliche Bau- und Liegenschaftsverwaltung Schwerin lässt ein baufachliches Gutachten (K1-Gutachten) erstellen. Mit Vorlage des Gutachtens bis Herbst 2022 werden belastbare Informationen erwartet, wie das Gebäude für die beabsichtigte Nutzung vorbereitet werden muss und welche Parameter vorliegen bzw. eingehalten werden müssen.

Parallel beginnen die Landeszentrale für politische Bildung M-V und der Dachverein Bildungs- und Dokumentationszentrum Prora e. V. mit der Erarbeitung eines Raumbedarfsplanes.


September 2021: Ankauf

Das Land Mecklenburg-Vorpommern erwirbt den Gebäudeteil „Kamm 7 und Liegehalle“ im Block V der Anlage von Prora vom Landkreis Vorpommern-Rügen für einen symbolischen Euro zuzüglich Erwerbsnebenkosten.


Juli 2021: Fototermin

Der Gebäudeteil „Kamm 7 und Liegehalle“ im Block V der Anlage von Prora wird von Hendrik Lietmann, Fotograf und Filmemacher aus Berlin, in seinem derzeitigen Zustand in Bildern festgehalten. Diese sind auch auf dieser Webseite zu sehen.


Mai 2021: Projektarbeitsgruppe

Die Projektarbeitsgruppe bestehend aus dem Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten/der Landeszentrale für politische Bildung M-V, dem Finanzministerium, der Staatliche Bau- und Liegenschaftsverwaltung Schwerin und dem Landesamt für Kultur und Denkmalpflege nimmt ihre Arbeit auf und wird in den kommenden Jahren die gemeinsamen Schritte koordinieren.


April/Mai 2021: Staatliche Bau- und Liegenschaftsverwaltung Schwerin

Die Staatliche Bau- und Liegenschaftsverwaltung Schwerin wurde mit den weiteren Schritten zum Erwerb und zur Planung der erforderlichen Baumaßnahmen auf der Liegenschaft betraut. Am 5. Mai 2021 fand der erste Besuch vor Ort statt.


Seit April 2021: Bildungs- und Finanzministerium

Der Finanzminister wurde nach der Zustimmung des Landtages gemäß Ziffer 3 ermächtigt, die Staatshochbau- und Liegenschaftsverwaltung mit den weiteren Schritten zum Erwerb und zur Planung der erforderlichen Baumaßnahmen auf der Liegenschaft zu beauftragen.

Die Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur (seit November 2021: Ministerin für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten) wurde gebeten, im Einvernehmen mit dem Finanzminister die weiteren Schritte zur Umsetzung der Nutzungskonzeption einzuleiten.


14. April 2021: Landtag M-V

Der Antrag der Landesregierung „Zustimmung des Landtages gemäß §§ 63 Absatz 1 und 64 Absatz 1 des Landeshaushaltsordnung Mecklenburg-Vorpommern zum Erwerb des Gebäudeteils „Kamm 7 und Liegehalle“ im Block V der Anlage von Prora sowie deren anschließender Sanierung durch das Land Mecklenburg-Vorpommern“ erhält die Zustimmung des Landtages.


16. März 2021: Kabinettsbeschluss

Nach langjährigen Bemühungen der Landesregierung der Erinnerungsarbeit in Prora eine tragfähige Perspektive zu geben, vollzog die Landesregierung am 16. März 2021 einen wichtigen Schritt zur Errichtung eines zukünftigen Bildungs- und Dokumentationszentrum Prora. Das Kabinett stimmte dem Erwerb des Gebäudeteils „Kamm 7 und Liegehalle“ im Block V der Anlage von Prora sowie deren anschließender Sanierung durch das Land Mecklenburg-Vorpommern zu.

Das Land will mit einem symbolischen Euro zuzüglich Erwerbsnebenkosten einen Teil des historischen Gebäudekomplexes in Prora vom Landkreis Vorpommern-Rügen kaufen und dort mit 13,7 Millionen Euro ein Bildungs- und Dokumentationszentrum aufbauen. Bund und Land geben jeweils die Hälfte, also je 6,85 Millionen Euro. Es soll ein attraktiver Lernort am historischen Ort mit Strahlkraft für und über Mecklenburg-Vorpommern aufgebaut werden.


Historischer Hintergrund

Die Vielschichtigkeit Proras und unterschiedlichen Nutzungsphasen

Zwischen 1936 und 1939 errichtete die nationalsozialistische Organisation „Kraft durch Freude“ (KdF) eine fünf Kilometer lange Gebäudeanlage an der Prorer Wiek, das „KdF-Seebad der 20.000“. Die von einem zentralen Festplatz ausgehende zweiflügelige Anlage mit je vier Bettenhäusern sollte zeitgleich 20.000 Urlauber beherbergen. Obwohl das Seebad nicht fertiggestellt wurde, ist es eine der größten baulichen Hinterlassenschaften der Zeit des Nationalsozialismus (NS) und zugleich ein Zeugnis für die soziale Demagogie des „Dritten Reiches“. Es ist Ausdruck des NS ideologischen Konstruktes der „Volksgemeinschaft“ und sollte dazu beitragen, diese „Volksgemeinschaft“ zu schaffen. 

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Während des Zweiten Weltkrieges wurden hier provisorische Notunterkünfte, ein Lazarett und militärische Ausbildungsstätten errichtet. Unter anderem wurden in Prora von 1940 bis 1942 Polizeibataillone für ihren Einsatz hinter den Fronten insbesondere im Osten Europas ausgebildet. Dazu gehörte die Verfolgung jüdischer Menschen und von (angeblichen) Partisanen. Zudem gab es Zwangsarbeit in Prora. 1945 nutzt man den Komplex als Flüchtlingslager. Danach wurden Teile der Anlage demontiert und gesprengt.

1952 begann die Kasernierte Volkspolizei (KVP) der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) im Zuge der Wiederaufrüstung den Ausbau Proras zum Kasernenkomplex. 1956 ging die KVP in die Nationale Volksarmee (NVA), die offizielle Armee der DDR, über. Als 1957 die sowjetische Armee den Standort verließ und den heutigen Block V an die NVA übergab, war Prora einer der größten Militärstandorte der DDR.

Nach Einführung der Wehrpflicht 1962 wurde in der DDR für Waffendienstverweigerer 1964 der Bausoldatendienst eingeführt. In Prora waren bis 1989 etwa 3.300 Bausoldaten stationiert. Die Gesamtzahl der Bausoldaten der DDR wird auf bis zu 17.000 geschätzt. Mit dem Bau des militärstrategischen Fährhafens Mukran entstand ab 1982 im heutigen Block V der Anlage Prora der größte Bausoldatenstandort der DDR, Einsatzort war die Großbaustelle Mukran. Damit steht Prora nicht nur für einen Teil der DDR-Militärgeschichte, sondern auch für den repressiven Umgang der SED-Diktatur mit den Waffendienstverweigerern. 

Nach 1990 übernahm der Bund den Gebäudekomplex aus fünf noch nutzbaren Blöcken. Eine Veräußerung der seit 1994 unter Denkmalschutz stehenden Bauten gelang zunächst nicht, sodass bis zum Jahr 2000 an weiten Teilen der Anlage nur unbedingt erforderliche Sicherungsmaßnahmen durchgeführt wurden. Ab dem Jahr 2000 wurden die Blöcke I bis IV einzeln an Investoren veräußert, saniert und seitdem touristisch genutzt. Block V übernahm der Landkreis Rügen. Von 2009 bis 2011 wurde der Gebäudeteil Kamm 8-10 des Blocks V saniert und im Gebäudeteil die Jugendherberge Prora errichtet. Ursprünglich sollte zeitnah und in unmittelbarerer Nachbarschaft – wie es nun auch angedacht ist – eine „Bildungsstätte bei der Jugendherberge“ entstehen. Die Idee konnte nicht realisiert werden. Ab 2016 führte die Überlegung des Landkreises den Block V ohne die Jugendherberge Prora an einen Privatinvestor zu verkaufen, dazu, dass Gespräche zwischen dem Land, dem Landkreis und den Akteuren vor Ort aufgenommen wurden, um Möglichkeiten einer Umsetzung auszuloten, die nun im Kauf und der folgenden Sanierung gemündet sind.


Derzeitige Bildungsarbeit vor Ort

Die historisch-politische Bildungsarbeit vor Ort wird bislang durch das PRORA-ZENTRUM und das Dokumentationszentrum Prora geleistet. Als wissenschaftliche Einrichtungen vor Ort können sie seit fast bzw. über 20 Jahren im Rahmen ihrer Ausstellungstätigkeit und in Projekten sowohl eine große Zahl an Besucherinnen und Besuchern erreichen, als auch durch die zahlreichen mit Schülerinnen und Schülern durchgeführten Projekte die Bedeutung des Ortes für die Bildungsarbeit aufzeigen. Beide Einrichtungen erhalten jährlich Zuwendungen aus der Gedenkstätten- und Weiterbildungsförderung des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

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Seit 2017 haben das PRORA-ZENTRUM und das Dokumentationszentrum Prora als gemeinsames Dach den Verein Bildungs- und Dokumentationszentrum Prora e. V. gegründet und bereits erste Ideen für ein Nutzungskonzept erarbeitet. Der Dachverein ist in die Erarbeitung des Nutzungskonzeptes für das zukünftige Bildungs- und Dokumentationszentrum Prora eingebunden.


Fragen & Antworten

Das zukünftige Bildungs- und Dokumentationszentrum Prora entsteht im nördlichen Flügel der Anlage im Gebäudeteil „Kamm 7 und Liegehalle“ im Block V der Anlage von Prora, neben der DJH Jugendherberge Prora.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern kaufte im September 2021 den Gebäudeteil „Kamm 7 und Liegenhalle“ im Block V der Anlage von Prora vom Landkreis Vorpommern-Rügen für einen symbolischen Euro zuzüglich Erwerbsnebenkosten.

Für die Sanierung stellen Bund und Land je 6,85 Millionen Euro, also eine Gesamtsumme von 13,7 Millionen Euro zur Verfügung.

Derzeit können noch keine Aussagen zum Eröffnungszeitraum des zukünftigen Bildungs- und Dokumentationszentrums gemacht werden.

Die Liegenschaft verbleibt nach Erwerb im Eigentum des Landes und wird verwaltet von der Staatlichen Bau- und Liegenschaftsverwaltung Greifswald. Für den Betrieb des Bildungs- und Dokumentationszentrums Prora stehen unterschiedliche Modelle zur Debatte. Momentan wird die Gründung einer GmbH mit einer Mehrheitsbeteiligung des Landes angestrebt.

Die Finanzierung der Einrichtung erfolgt aus den Einnahmen aus Eintritt sowie den schon jetzt durch das Land für die Erinnerungsarbeit in Prora ausgereichten Mittel.

Derzeit wird das Nutzungskonzept erarbeitet. Nach der Sanierung stehen insgesamt fünf Etagen zur Verfügung. Je Etage stehen rund 350 Quadratmeter Nutzfläche für Ausstellungen, Archiv, Seminar- und Büroräume zur Verfügung. Geplant ist weiterhin nach einem entsprechenden Ausbau der 6. Etage das Dach für Führungen zu nutzen.

Prora als Erinnerungs- und Diskursort bietet die Chance der historisch-politischen Auseinandersetzung mit dem authentischen historischen Ort durch die unmittelbare Erfahrbarkeit des Gebäudekomplexes und seiner unterschiedlichen Nutzungsphasen. Die Zielgruppen sind vielfältig. Prora soll deshalb nicht nur ein Ausstellungsbetrieb mit Dokumentation sein, sondern als Diskursort, Bildungs- und Begegnungszentrum insbesondere für Jugendliche und junge Erwachsene positioniert werden und als Anlaufpunkt für Tourist*innen attraktiv sein.

Zum Ziel einer eigenständigen Aneignung von Geschichte und Auseinandersetzung mit Demokratie und Diktatur sollen weiterhin insbesondere zwei Zielgruppen durch die neue Ausstellung und die pädagogischen Angebote angesprochen werden.

Für Schulklassen der Region und ganz Mecklenburg-Vorpommern, aber auch aus Deutschland und Europa soll Prora ein außerschulischer Lernort sein, der thematisch und methodisch auf die jeweiligen Altersgruppen zugeschnittene pädagogische Angebote vorhält und damit eine differenzierte Begleitung des Erinnerungsortes bietet.

Für Touristen, die die Insel Rügen besuchen, und Einwohner*innen soll das Bildungs- und Dokumentationszentrum Angebote vorhalten, die über den reinen Ausstellungsbesuch hinausgehen. Hierzu gehören die jetzt schon praktizierten geführten Rundgänge zur Geschichte Prora oder Veranstaltungen zu historischen und aktuellen politischen Themen.

Die historisch-politische Bildungsarbeit vor Ort wird bislang durch das PRORA-ZENTRUM und das Dokumentationszentrum Prora, die als wissenschaftliche Einrichtungen arbeiten, geleistet. Beide Einrichtungen erhalten jährlich Zuwendungen aus der Gedenkstätten- und Weiterbildungsförderung des Landes Mecklenburg-Vorpommern.


Pressemeldungen

Kontakt

Zukünftiges Bildungs- und Dokumentationszentrum Prora


Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern
Gedenkstättenreferentin: Corinna Wagner-Stempkowski
E-Mail: C.Wagner-Stempkowski(at)lpb.mv-regierung.de
Tel.: 0385 588 17954