Podiumsgespräch: „Der Erinnerungsort Prora - Das Ringen um einen angemessenen Umgang“

Format: Vortrag, Lesung, Diskussion
| Dokumentationszentrum Prora | Dokumentationszentrum Prora
Dritte Straße 4, 18609 Binz/Prora
Veranstalter: Dokumentationszentrum Prora e.V.

Über die Frage des Umganges mit einer der größten architektonischen Hinterlassenschaften des Nationalsozialismus aus erinnerungspolitischer und denkmalschützerischer Sicht werden Prof. Dr. Stefanie Endlich (Universität der Künste Berlin), Dr. Alexander Schmidt (Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände, Nürnberg), Dieter Holz (Bürgermeister von Sassnitz) und Dr. Markus Sommer-Scheffler, ehem. Denkmalpflege/Landkreis Vorpommern Rügen, miteinander sprechen.

Das geplante „KdF-Seebad Rügen“ in Prora ist eine der größten architektonischen Hinterlassenschaften der Nationalsozialisten. Auch unvollendet wirkte es als bedeutendes Propagandainstrument und leistete einen systemerhaltenden Beitrag. Der Erinnerungsort kann heute noch aufzeigen, wie NS - Ideologie im Alltag funktionieren sollte. Der Gebäudekomplex wurde zu DDR - Zeiten als Kaserne von der NVA verwendet und zweckgebunden ausgebaut. Heute wird die historische Anlage zu einem modernen Feriendomizil entwickelt.

Nach dem Mauerfall wurde jahrelang um einen angemessenen Umgang mit der historischen Anlage gerungen. Dabei drehten sich die Fragen um den Erhalt der historischen Bausubstanz als auch darum, ob und was an diesem Ort erinnert werden soll. Der erinnerungskulturelle und -politische Prozess ist selbst zum Thema geworden.


Anmeldung und Kontakt


Um Anmeldung wird gebeten.

Kontakt: lucke@prora.eu