Die Corona-Pandemie und deren Maßnahmen beschäftigen die politische Landschaft derzeit wie kein zweites Thema. Die Problematik, welcher die Akteur*innen nun weltweit ausgesetzt sind, ist die der Eindämmung: entweder durch staatliche Auflagen, wie Lockdowns oder Maskenpflicht und damit verbundene Einschränkungen im Öffentlichen und Privaten oder allein durch Appelle an die Vernunft der Menschen. Die extreme Rechte scheint hieraus großes Potential zu schöpfen. Hierbei ist vor allem, so das Narrativ der extremen Rechten, das potentielle Staatsversagen bei nicht-erfolgreicher Eindämmung der Pandemie von Bedeutung. Rechte Akteur*innen können so die Frustration und Verunsicherung der Bürger*innen auffangen und für ihre Zwecke benutzen. Darüber hinaus kann man eine starke Integration in die verschwörungsideologische Szene beobachten. Nicht zuletzt war dies bei der „Querdenker“-Demonstration am 18.11.2020 vor dem deutschen Bundestag der Fall. Schweden und Deutschland sind während der Corona-Pandemie verschiedene Wege gegangen, mit unterschiedlichem Erfolg. Fabian Virchow (HS Düsseldorf) und Charlotta Seiler Brylla (Universität Stockholm) wollen in der Veranstaltung „Extreme Rechte in Schweden und Deutschland während der Corona- Pandemie“ am 9.12.2020 herausfinden, wie sich die Reaktion der extremen Rechten auf die Pandemie-Maßnahmen Schwedens und Deutschlands voneinander unterscheiden.


