Vor 45 Jahren setzte das Ministerium für Staatssicherheit die interne Richtlinie Nr. 1/76 „zur Entwicklung und Bearbeitung Operativer Vorgänge“ in Kraft. Darin war erstmals von „Zersetzung“ als strategischer Maßnahme gegen „feindlich-negative Elemente“ die Rede. Seither war Zersetzung fester Bestandteil der geheimpolizeilichen Arbeit unterhalb der Ebene strafrechtlicher Verfolgung.
Den Eröffnungsvortrag hält die Politikwissenschaftlerin Dr. Sandra Pingel-Schliemann. Sie hat im Auftrag des Vereins Denkstätte Teehaus Trebbow e.V. die Wanderausstellung „Zersetzung. Repressionsmethode des Staatssicherheitsdienstes“ erarbeitet.
Anne Drescher als Landesbeauftragte für Mecklenburg-Vorpommern für die Aufarbeitung der SED-Diktaturwird über den aktuellen Stand von Entschädigungsmöglichkeiten für Zersetzungsopfer informieren.
Sie sind herzlich eingeladen.
Nach der Ausstellungseröffnung ist die Teilnahme am jährlichen Gedenken auf dem Schlachtermarkt/Schwerin an die Novemberpogrome von 1938 um 18 Uhr zeitlich möglich.
Vom 10. November 2021 bis zum 28. Januar 2022 kann die Wanderausstellung im Dokumentationszentrum unter den geltenden Hygienemaßnahmen (aktuell 3-G-Vorgabe: geimpft, genesen, getestet) nach telefonischer Anmeldung besucht werden.
Ort: Dokumentationszentrum Schwerin, Obotritenring 106

