Drei Tage dauerten die Angriffe auf ehemalige Vertragsarbeiter*innen aus Vietnam und Asylsuchende in Rostock-Lichtenhagen. Ein Großteil der betroffenen Asylsuchenden, unter ihnen viele Rom*nja aus Rumänien, wurde nach dem Pogrom abgeschoben oder verließ Deutschland, um rechter Gewalt und schlechten Lebensbedingungen zu entgehen.
In der neuen Publikation „Wir entkamen auf eigene Faust“ werden erstmals Berichte von Zeitzeug*innen aus Rom*nja-Communitys im Süden Rumäniens veröffentlicht, die als Asylsuchende die rassistische Gewalt in Lichtenhagen erleben mussten. Sie erzählen von der Migration nach Deutschland, der Selbstrettung aus dem brennenden Sonnenblumenhaus und ihren Forderungen für die Gegenwart. Mit einer Einführung von Dr. Gudrun Heinrich (Universität Rostock) und einer Vorstellung des Buchs durch Stefanie Oster und Johann Henningsen (Dokumentationszentrum „Lichtenhagen im Gedächtnis“). Der Eintritt ist frei.


