Online-Filmgespräch mit Gabriele Voss und Christoph Hübner, Dokumentarfilmer:innen
& Dr. med. Peter Pogany-Wnendt, Arbeitskreis für intergenerationelle Folgen des Holocaust
Bis zu sechs Millionen Juden wurden im Zuge der rassistischen Vernichtungspolitik der Nationalsozialisten ermordet. Der Völkermord an den europäischen Juden war möglich, weil tausende Deutsche als Polizisten in sogenannten Einsatzgruppen, als Angehörige von SA und SS und als Wehrmachtssoldaten bei Sondereinsätzen wehrlose Menschen ermordeten.
Wie erinnern wir uns heute an die Verbrechen im Nationalsozialismus und den Holocaust? Wie gehen die Nachkommen mit diesem "Nachlass" der verstorbenen Täter um und welche Reaktionen ruft dieses Erbe heute bei ihnen hervor? Christoph Hübner und Gabriele Voss haben in ihrem Dokumentarfilm sieben Kinder und Enkel von NS-Tätern, aber auch Nachfahren von Holocaust-Überlebenden nach ihren Beziehungen zu diesen Familienmitgliedern befragt – und nach den Gefühlen, die sich bei ihnen nach der Entdeckung der (meistens) von Vätern und Großvätern verschwiegenen Vergangenheit einstellten.
Anlässlich des Gedenktags für die Opfer des Nationalsozialismus wollen wir über die Rolle der familiären Aufarbeitung der NS-Vergangenheit für die Erinnerungskultur sprechen.
Der Film kann vorab kostenfrei über die Mediathek der Bundeszentrale für politische Bildung gesehen werden: www.bpb.de/mediathek/303953/nachlass
Den Link zum Filmgespräch senden wir Ihnen nach einer Anmeldung unter post@boell-mv.de zu.
Kooperationspartner: Lichtspieltheater Wundervoll


