Schulen, staatliche Institutionen und Medien sehen sich zunehmend mit dem Vorwurf konfrontiert, politisch nicht neutral zu sein. Lehrkräfte sind zur politischen Unparteilichkeit verpflichtet und stehen zugleich für die Werte der freiheitlich-demokratischen Grundordnung ein. Politische Bildung soll dazu befähigen, sich eigenständig eine Meinung zu bilden: Niemand darf überrumpelt werden, und was in Wissenschaft und Politik kontrovers erscheint, muss in Bildungsangeboten auch so dargestellt werden. Aber gilt dieses Kontroversitäts-gebot ohne Einschränkungen? Wie ist mit Positionen umzugehen, die den demokratischen Grundwerten widersprechen?
Der Greifswalder Politikwissenschaftler Prof. Dr. Hubertus Buchstein beleuchtet, was politische Neutralität in der Bildung bedeutet. Im anschließenden offenen Podiumsgespräch diskutieren Romy Tölk, Bürgermeisterin der Gemeinde Koblentz, Paula Schmidt von der DGB-Jugend Nord und Dr. Uwe Dietsche, Schulleiter des Fridericianum-Gymnasiums in Schwerin (angefragt) mit den Gästen über Herausforderungen, Rolle und Verantwortung von Bildung für die Stärkung demokratischer Grundwerte.
Für Getränke und einen kleinen Snack am Abend ist gesorgt. Einlass ist um 18.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Miteinander ins Gespräch kommen wollen die Träger der politischen Bildung am selben Tag bereits von 13 bis 18 Uhr am Pfaffenteich in Schwerin bei der Wahl-O-Mat-Tour in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung MV, dem Volkshochschulverband und dem fint e.V.. Die Tage der politischen Bildung finden bis zum 3. Oktober statt.


