Von der Diktatur zur Demokratie in der DDR. Forum zur Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit. 12. Häftlingstreffen Bützow.

Format: Tagung
| Bützow
Veranstalter: Landeszentrale für politische Bildung

Seit zwölf Jahren existiert das Bützower Häftlingstreffen als Gesprächsforum zur DDR-Vergangenheit. Ausgangs- und zentraler Bezugspunkt sind die Schicksale der politischen Häftlinge aus dem Bützower Strafvollzug während der Sowjetischen Besatzungszone und der SED-Herrschaft.

Darüber hinaus richten wir den Blick auf Existenzbedingungen und Funktionsweisen diktatorischer Herrschaft, um Demokratie, Offenheit und Selbstverantwortung in der Gegenwart zu stärken. Und nicht zuletzt informiert das Treffen über Forschungen und Bildungsangebote, bietet Raum für das Gespräch über die Zukunft der Erinnerung.

Das 12. Häftlingstreffen in Bützow steht ganz im Zeichen des 25. Jahrestages der Friedlichen Revolution von 1989. Dies bietet die Gelegenheit, über die historische Einordnung dieses Umbruchs nachzudenken. Professor Bernd Faulenbach stellt die Frage, ob die DDR rückblickend als Fußnote oder Sonderweg der deutschen Geschichte zu betrachten ist, Professor Jens Reich diskutiert die Bedeutung der Begriffe „Wende“ und „Revolution“. Warum die DDR überhaupt vier Jahrzehnte existierte, soll im Podiumsgespräch ergründet werden. Während sich Markus Meckel an die Gründungsphase der SDP erinnert, gehen Dr. Klaus Bästlein und Dr. Francesca Weil auf die Vorstellungwelt der DDR Opposition und die Bedeutung der Runden Tische ein.

25 Jahre nach Ende der DDR stellt sich aber auch die Frage, wie das Leben in der DDR und die Erfahrungen der Oppositionsbewegung heute an junge Menschen vermittelt werden können. Dr. Jens Hüttmann gibt dazu Einblicke in seine Arbeit mit Schülergruppen und die pädagogische Praxis. Ein weiterer Schwerpunkt widmet sich den Häftlingsrevolten im DDR-Strafvollzug, im Mittelpunkt wird die Erinnerung an die Häftlingsrevolte in Bützow-Dreibergen stehen. Im Foyer des Rathauses wird die Ausstellung „Aufbruch im Norden. Die friedliche Revolution in Mecklenburg und Vorpommern 1989/90“ präsentiert.

Das Häftlingstreffen steht allen Interessierten offen.
Der Besuch der öffentlichen Abendveranstaltungen am 28. und 29. September 2014 ist frei.
Bei Teilnahme am gesamten Programm ist eine Anmeldung bis zum 5. September 2014 erforderlich.

Die Veranstaltung ist als Lehrerfortbildung anerkannt.