Schwierige Erinnerung. Das Kriegsende in Demmin 1945.

Format: Tagung
| Friesenhalle & Katholische Pfarrkirche Demmin
Veranstalter: Landeszentrale für politische Bildung

Zum Ende des vom NS-Regime entfesselten Zweiten Weltkriegs rückte die Rote Armee im Frühjahr 1945 nach Vorpommern und Ostmecklenburg vor. Die Menschen der Region hatten nun unter den Folgen des nationalsozialistischen Vernichtungskrieges zu leiden, unter Zerstörung, Plünderungen und Vergewaltigungen.

Die nationalsozialistische Gräuelpropaganda führte ihrerseits bei vielen Menschen zu einer Endzeitstimmung. In Demmin wie an vielen anderen Orten brachten sich in den letzten Kriegstagen hunderte von Menschen um, oft nahmen sie engste Familienangehörige mit in den Tod. Was trieb die Menschen in diese Massenselbstmorde, von denen Demmin in besonderem Maße betroffen war? Und wie haben die Ereignisse zwischen dem 30. April und dem 3. Mai 1945 in Demmin als beschwiegene Geschichte das Leben in der Stadt und ihrer Bewohner mitbestimmt und mitgeprägt? Wie sollen wir mit dieser schwierigen Geschichte umgehen?

Zu diesen Fragen kommen auf der Tagung Zeitzeugen, Historiker, Publizisten und Psychotherapeuten ins Gespräch. Mit einer ökumenischen Andacht und einer Kranzniederlegung wird zum Abschluss des Tages der vielen Opfer der letzten Kriegstage in Demmin gedacht.

Um Anmeldung bei der Geschäftsstelle der Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen wird gebeten.
Die Teilnahme ist kostenfrei.

Veranstaltungsorte:
Friesenhalle, Schützenstraße 1, 17109 Demmin
Katholische Pfarrkirche Maria Rosenkranzkönigin, Reiferstraße 2a, 17109 Demmin
Gräberfeld 1945, Friedhof Jarmener Straße, 17109 Demmin

Eine Veranstaltung der Landesbeauftragten für Mecklenburg-Vorpommern für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstesder ehemaligen DDR und der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern, Hansestadt Demmin.