Am 17. August 1969 sprang der ehemalige Leistungsschwimmer Axel Mitbauer in der Nähe von Boltenhagen bei Einbruch der Dunkelheit in die Ostsee. Er hatte ein Ziel: Der DDR den Rücken zu kehren um in Richtung Westen in die Freiheit zu schwimmen. Nach etwa 25 Kilometern erreichte er eine Boje in der Lübecker Bucht, von der er am nächsten Tag gerettet wurde. Neben Axel Mitbauer versuchten mehr als 5.600 DDR-Bürgerinnen und Bürger zwischen 1961 und 1989 die “nasse Grenze” zu überwinden. Nur etwa 900 schafften es, viele Fluchtversuche endeten
tragisch.
Über die Sommernacht im August 1969, die Überwachung des DDR-Leistungssports durch die Stasi und das DDR-Grenzregime an der Ostsee werden Dr. René Wiese vom Zentrum dt. Sportgeschichte mit Axel Mitbauer und der Wissenschaftlerin Merete Peetz vom Forschungsprojekt “Todesfälle bei Fluchtversuchen über die Ostsee sprechen. Hierzu laden wir Sie herzlich ein.
Vortrag & Gespräch mit
Axel Mitbauer (ehem. Leistungsschwimmer)
Merete Peetz (Universität Greifswald)
Dr. René Wiese (Zentrum dt. Sportgeschiche)


