Finissage der Ausstellung "Freiheit und Zensur - Filmschaffen in der DDR zwischen Anpassung oder Opposition" & Film "Einer trage des anderen Last" und Gespräch mit Claus Löser, Filmhistoriker und Autor der Ausstellung.

Format: Vortrag, Lesung, Diskussion
| DemokratieLaden Anklam
Burgstraße 9 | 17391 Anklam
Veranstalter: Landeszentrale für politische BildungLandeszentrale für politische Bildung/DemokratieLaden Anklam

Die von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur konzipierte Ausstellung "Freiheit und Zensur" stellt anhand ausgewählter DEFA-Filme aus der staatlichen DDR-Filmproduktion aus der jüngeren deutsche Geschichte (1946-1990) die Einflussnahme der DDR-Politik auf Film, Kultur und Gesellschaft dar.

Die Ausstellung wird bis zum 21. November im DemokratieLaden zu sehen sein. Interessierte Besucher werden gebeten, sich im DemokratieLaden anzukündigen.

Die Veranstaltungsreihe wird unterstützt durch die Landeszentrale für politische Bildung MV.

Zum Film:
Finissage der Ausstellung "Freiheit und Zensur - Filmschaffen in der DDR zwischen Anpassung oder Opposition" & Film "Einer trage des anderen Last" und Gespräch mit Claus Löser, Filmhistoriker und Autor der Ausstellung Regie: Lothar Warneke | 1988 | 118 min

Anfang der 1950er Jahre: In einer Lungenheil-Anstalt in der DDR müssen zwei ungleiche Patienten ihr Krankenzimmer miteinander teilen. Der junge Volkspolizist Hubertus Koschenz und der evangelische Vikar Josef Heiliger erscheinen als unversöhnliches Gegensatzpaar. Über dem Bett des einen hängt ein Porträt Stalins, über dem des anderen ein Kruzifix. Nicht nur weil der eine im Kommunistischen Manifest und der andere in der Bibel liest, ist jede Menge Streit vorprogrammiert. Dennoch nähern sich die beiden langsam an, bemerken Gemeinsamkeiten in ihrem Denken. Als es Koschenz immer schlechter geht, überlässt Heiliger diesem seine aus dem Westen stammenden, wirkungsvolleren Medikamente.