Film „Winter ade“. Dokumentarfilm, DDR 1988. Einführung und Gespräch mit dem Filmwissenschaftler Holm-Henning Freier.

Format: Vortrag, Lesung, Diskussion
| DemokratieLaden Anklam
Burgstraße 9 | 17389 Anklam
Veranstalter: Landeszentrale für politische BildungLandeszentrale für politische Bildung/DemokratieLaden Anklam

Als Helke Misselwitz auf der Leipziger Dokumentarfilmwoche im Herbst 1988 ihren Film „Winter adé“ vorstellte, kam dies einer Sensation gleich: Noch nie vorher waren Frauen in der DDR derart offen und gleichzeitig selbstverständlich vor der Kamera aufgetreten, um von ihren Hoffnungen, Sehnsüchten und Enttäuschungen zu erzählen. Der Film mit dem programmatischen Titel markierte die Unhaltbarkeit des offiziellen Meinungsbildes und verwies auf einen deutlichen Stimmungswechsel im Osten Deutschlands, der sich ein Jahr später, wiederum in Leipzig, endgültig seine Bahn brach. Darüber hinaus erweist sich „Winter adé“ als ein künstlerisch nachhaltig wichtiger und ästhetisch geschlossener Film, den es neu zu entdecken gilt.

Während einer fiktiven Eisenbahnreise der Regisseurin vom Süden der DDR zur Insel Rügen im Norden reden Frauen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher sozialer Herkunft über ihre Hoffnungen, Probleme und Sehnsüchte. Zugleich thematisieren sie ihre Ansprüche an das Leben unter den realen Bedingungen ihres Landes.

Der Eintritt ist frei.

Der DemokratieLaden Anklam ist ein Projekt der Landeszentrale für politische Bildung gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung.

Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern statt.