„Deutsch genug? Warum wir endlich über Russlanddeutsche sprechen müssen“ mit Ira Peter

| Wolhynier Umsiedlermuseum | 18292 Linstow
Kiether Str. 2

Zum Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung lädt das Wolhynier Umsiedlermuseum zur Lesung „Deutsch genug? Warum wir endlich über Russlanddeutsche sprechen müssen“ mit der Journalistin und Autorin Ira Peter ein.

Sie trinken Wodka, wählen rechts, sprechen russisch und unterstützen Putin. Solchen und anderen Vorurteilen und Klischees sehen sich russlanddeutsche (Spät-)Aussiedler zunehmend ausgesetzt. An aufrichtigem Interesse und Wissen um die vielschichtige Geschichte der rund 2,5 Millionen Russlanddeutschen, die heute in Deutschland leben, mangelt es hingegen in unserer Gesellschaft.

Ira Peter, die mit ihrer Familie als Siebenjährige von Kasachstan nach Deutschland umsiedelte, beschreibt anhand ihrer eigenen bewegten Biografie die Erfahrungen und Konflikte der russland­deutschen Gemeinschaft. Von der Scham über die kasachische Herkunft bis hin zur Suche nach der eigenen Identität in Deutschland widmet sie sich den Herausforderungen und Vorurteilen, mit denen Russlanddeutsche heute zu kämpfen haben. Das Buch beleuchtet nicht nur die Geschichte der Russlanddeutschen, sondern lädt auch zum Nachdenken über (deutsche) Identität und Integration ein. Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Rotary Club Güstrow durchgeführt.