Mit der Eröffnung der Ausstellung und dem ersten DEFA-Film, 1946, von Wolfgang Staudte wollen der DemokratieLaden Anklam in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung MV und dem Latücht Film & Medien e.V. Neubrandenburg zur Auseinandersetzung mit deutscher Zeitgeschichte einladen.
Die von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur konzipierte Ausstellung "Freiheit und Zensur" stellt anhand ausgewählter DEFA-Filme aus der staatlichen DDR-Filmproduktion aus der jüngeren deutsche Geschichte (1946-1990) die Einflussnahme der DDR-Politik auf Film, Kultur und Gesellschaft dar.
Alle zwei Wochen, immer donnerstags um 19 Uhr, werden drei weitere DEFA-Filmklassiker gezeigt, zu denen Film- und Fernsehwissenschaftler Holm-Henning Freier eine kurze Einführung geben wird. Im Anschluss ist das Publikum zum Gespräch eingeladen. Eigene Erinnerungen und Erfahrungen der Besucher an die Zeit in der DDR sind willkommen, um Zeitgeschichte auch für ein jüngeres Publikum nachvollziehbarer und erlebbar zu machen.
Die Ausstellung wird bis zum 21. November im DemokratieLaden zu sehen sein. Interessierte Besucher werden gebeten, sich im DemokratieLaden anzukündigen.
Die Veranstaltungsreihe wird unterstützt durch die Landeszentrale für politische Bildung MV.
Zum Film:
"Die Mörder sind unter uns"
Regie: Wolfgang Staudte|1946| 85 min
Berlin Mai 1945: In der Trümmerlandschaft begegnen sich zwei Menschen, beide vom Krieg gezeichnet, beide mit ganz unterschiedlichem Blick auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Während sich der aus der Gefangenschaft heimgekehrte Chirurg Dr. Mertens desillusioniert dem Alkohol hingibt, ist die junge Fotografin Susanne (Hildegard Knef) voller Lebensdrang. Zwischen den beiden entwickelt sich eine zaghafte Beziehung. Als Mertens auf seinen ehemaligen militärischen Vorgesetzten trifft, holen ihn die Erinnerungen ein. Der skrupellose Hauptmann hat die Ermordung von Zivilisten zu verantworten – nun will ihn der Arzt zur Rechenschaft ziehen.


