Ausstellungseröffnung "Volk, Gesundheit, Staat - Gesundheitsämter im Nationalsozialismus"

| Lern- und GeDenkOrt Alt Rehse | 17217 Alt Rehse
Am Gutshof 34
Veranstalter: Landeszentrale für politische BildungErinnerungs-, Bildungs- und Begegnungsstätte Alt Rehse

Der öffentliche Gesundheitsdienst erlebte in der Zeitdes Nationalsozialismus eine bedeutende Aufwertung.Im Zuge seiner Neustrukturierung übernahmen dieGesundheitsämter eine zentrale Rolle in der Gesund-heitspolitik. Sie wurden zu Schaltzentralen in der „Erb-und Rassenpflege“ ausgebaut, die die biologistischenVorstellungen und Zielsetzungen des Staatesumsetzen sollten. An zentralen Stellen kooperiertendie Gesundheitsämter mit den unterschiedlichstenInstitutionen und Organisationen des NS-Systems.Amtsärzte sorgten für die Umsetzung der „Erb- undRassenhygiene“, entschieden über die Zugehörigkeitzum „rassisch“ definierten „Volkskörper“ und hattenals Gutachter Einblick in die gesundheitliche undsoziale Lage großer Teile der Bevölkerung. Einebislang wenig beachtete Rolle spielten sie im Systemder Zwangsarbeit.

Die an der Berliner Charité entwickelte Wanderaus-stellung präsentiert Tätigkeitsbereiche der Gesund-heitsämter während des Nationalsozialismus amBeispiel der Länder Thüringen und Württemberg. DieAusstellung wurde im Auftrag des Bundesverbandsder Ärztinnen und Ärzte des öffentlichenGesundheitsdienstes e.V. erarbeitet.

Die Ausstellung wird in Alt Rehse anlässlich des 90. Jahrestages der Eröffnung der “Führerschule derdeutschen Ärzteschaft” präsentiert. Zu denÖffnungszeiten und auf Anfrage bieten wir Rundgängedurch den Park und unsere Ausstellungen an, diedurch das Land Mecklenburg-Vorpommern gefördertwerden.