Die von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur konzipierte Ausstellung "Freiheit und Zensur" stellt anhand ausgewählter DEFA-Filme aus der staatlichen DDR-Filmproduktion aus der jüngeren deutsche Geschichte (1946-1990) die Einflussnahme der DDR-Politik auf Film, Kultur und Gesellschaft dar.
Die Ausstellung wird bis zum 21. November im DemokratieLaden zu sehen sein. Interessierte Besucher werden gebeten, sich im DemokratieLaden anzukündigen.
Die Veranstaltungsreihe wird unterstützt durch die Landeszentrale für politische Bildung MV.
Zum Film:
"Berlin- Ecke Schönhauser" und Gespräch Regie: Gerhard Klein | 1957 | 80min
Das geteilte Berlin, vier Jahre vorm Mauerbau: Am U-Bahnhof Schönhauser Allee hängen Dieter (Ekkehard Schall) und andere junge Ostberliner ab. Sie entfliehen der drückenden Enge des Elternhauses und begehren mit Musik, Streitereien und kleinen Delikten gegen die Regeln des Zusammenlebens auf.
Vom Krieg verbitterte Eltern und die Verlockungen des Westens bringen einige vom rechten Weg ab. DEFA-Autor Wolfgang Kohlhaase gelang ein sensibles Porträt ostdeutscher Jugendlicher. "Berlin – Ecke Schönhauser" war 1957 die Antwort der DEFA auf US-Jugendfilme. Hier wirbeln Petticoats und es wird zum Rock"-n-"Roll getanzt, die Sektorengrenze ist noch offen. Regisseur Gerhard Klein ("Der Fall Gleiwitz") drehte seine durchaus kritische Auseinandersetzung mit den Entwicklungen in der DDR nach einer Vorlage von Wolfgang Kohlhaase ("Solo Sunny").
Eine Veranstaltung des DemokratieLaden Anklam, der Heinrich-Böll-Stiftung MV, des Latücht Film & Medien e.V. und der Landeszentrale für politische Bildung MV.


