Die Geschichte des Neuaufbruchs in Rampe beginnt mit der Geschichte des wiedervereinten Deutschland. Bis 1989 wurde das Gelände in Rampe von den operativen Einheiten der MFS-Bezirksverwaltung, sowie der Kreisdiakonie Schwerin genutzt. Das Ministerium für Staatssicherheit hieß ab dem 17.11.189 Amt für Nationale Sicherheit und wurde 31.03.1990 aufgelöst. Nun stellte sich auch für den Standort Rampe die Frage der weiteren Nutzung. Insbesondere Mitglieder des Komitees, das die Auflösung des Ministeriums begleitete, engagierte Bürger der Region, ortsansässige Kirchengemeinden und Menschen, die sich um pflegebedürftige oder behinderte Angehörige sorgten, schlugen eine soziale Nutzung des Gebäudekomplexes vor. Mit dieser völlig anderen Nutzung sollte ein Zeichen gesetzt werden.
Auf dem Gelände in Rampe folgten umfangreiche Instandsetzungs- und Umbauarbeiten. Bewohner der Wohneinrichtungen fanden in den Ramper Werkstätten Beschäftigungsangebote. Aus einer 1991 eingerichteten Spielstube für Mitarbeiterkinder mit integrativem Konzept entstand 1992 der „Kindergarten für ALLE“ – die erste integrative Kindertagesstätte des Landes. Die Erinnerung an die historischen Prägemomente sind ein wichtiges Anliegen. Dieser erste D-Talk ist ein Gespräch über die Möglichkeiten eines Projektes zur Bildung und Erinnerung an Rampe.


