Das Kontroversitätsgebot des Beutelsbacher Konsenses ist ein zentrales Prinzip der politischen Bildung in einer pluralistischen Gesellschaft mit ihrer Vielfalt an unterschiedlichen Interessen, Meinungen und Positionen. Eine zunehmende gesellschaftliche Heterogenität und Sensibilität sowie eine wachsende Polarisierung von Debatten stellen die politische Bildungsarbeit jedoch vor Herausforderungen. In Bezug auf das Kontroversitätsgebot stellt sich die Frage, wie politische Bildung so ausgestaltet werden kann, dass sie unter Berücksichtigung von epistemologischen, wertebasierten und politischen Kriterien die Vielfalt der Positionen angemessen aufgreift. Dies beinhaltet auch den Diskurs darüber, welche gesellschaftlichen und politischen Positionen in der politischen Bildung als nicht gleichberechtigt und gleichwertig zu berücksichtigen sind.
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