Selbstverständnis

Demokratie bleibt nur dann lebendig, wenn die
Bürgerinnen und Bürger an den demokratischen
Entscheidungsprozessen teilnehmen wollen und können.

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Demokratie bleibt nur dann lebendig, wenn die Bürgerinnen und Bürger an den demokratischen Entscheidungsprozessen teilnehmen wollen und können. Sie müssen daher in der Lage sein, sich ein eigenes und begründetes Urteil über politische Fragen zu bilden. Hierfür muss man: 

  • Fakten und politische Zusammenhänge kennen
  • die Grundzüge des politischen Systems und seiner Entscheidungsverfahren verstanden haben
  • unterschiedliche Positionen nachvollziehen
  • den eigenen Standpunkt kennen und kritisch reflektieren können

Die Fähigkeit zur politischen Urteilsbildung ist daher das Ziel der politischen Bildung.


Info: Grundprinzipien der politischen Bildung (Beutelsbacher Konsens)

1. Überwältigungs- oder Indoktrinationsverbot

Danach ist es nicht erlaubt, den Schüler oder Bürger – mit welchen Mitteln auch immer – im Sinne erwünschter Meinungen zu überrumpeln und damit an der „Gewinnung eines selbständigen Urteils“ zu hindern.

2. Kontroversitätsgebot

Was in Wissenschaft und Politik kontrovers ist, muss auch im Unterricht kontrovers erscheinen. Diese Forderung ist mit der vorgenannten aufs engste verknüpft, denn wenn unterschiedliche Standpunkte unter den Tisch fallen, Optionen unterschlagen werden, Alternativen unerörtert bleiben, ist der Weg zur Indoktrination beschritten.

3. Orientierung an den Interessen der Schüler bzw. Bürger

Der Schüler muss in die Lage versetzt werden, eine politische Situation und seine eigene Interessenlage zu analysieren sowie nach Mitteln und Wegen zu suchen, die vorgefundene politische Lage im Sinne seiner Interessen zu beeinflussen.


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