Massenmord am Ostseestrand – eine Überlebende berichtet vom Massaker in Palmnicken

Format: Vortrag, Lesung, Diskussion
| Wehrmachtgefängnis | Anklam
Friedländer Landstraße 3a, 17389 Anklam
Veranstalter: Landeszentrale für politische BildungMuseum im Steintor, AnklamHansestadt Anklam

Buchvorstellung und Lesung mit Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und Anna Menzel, Schauspielstudentin an der Hochschule für Musik und Theater Rostock

Eva Nagler (1925–2006) stammte aus einer jüdischen Familie im polnischen Łódź. Nach dem deutschen Einmarsch musste sie 1940 in das Ghetto Litzmannstadt umsiedeln. Im August 1944 wurde sie von der SS nach Auschwitz-Birkenau, anschließend in das Konzentrationslager Stutthof und schließlich in ein Arbeitslager im ostpreußischen Schippenbeil verschleppt. Sie ist eine der nur ca. 30 Überlebenden des Todesmarsches von Königsberg nach Palmnicken und des Massakers an der ostpreußischen Bernsteinküste Ende Januar 1945, bei dem über 4.500 Menschen ermordet wurden. Nach ihrer Befreiung ging sie 1946 nach Palästina und zog 1952 weiter nach Australien. Ihr Bericht „Massacre on the Baltic“ erschien dort 1995.

Das Werk wurde im Jahr 2025 von der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas durch Sarah Friedrich und Uwe Neumärker ins Deutsche übersetzt und herausgegeben.

Eine Veranstaltung der Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern in Kooperation mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, der Hansestadt Anklam mit dem Museum im Steintor sowie der Landesgruppe Mecklenburg-Vorpommern der Landsmannschaft Ostpreußen.


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Eintritt frei.