Lesung, Gespräch & Kaffee mit der Autorin Annett Gröschner:Hanna Krause war Blumenbinderin, bevor das Leben sie zur Kranführerin machte. Sie hat zwei Revolutionen, zwei Diktaturen, einen Aufstand, zwei Weltkriege und zwei Niederlagen, zwei Demokratien, de

Format: Tage der politischen BildungFormat: Vortrag, Lesung, Diskussion
| Stadtteilbüro Lichtenhagen | Rostock-Lichtenhagen
Am Lichtenhäger Brink 10
Veranstalter: Landeszentrale für politische BildungHeinrich-Böll-Stiftung

Lesung & Gespräch & Kaffee

Annett Gröschner: Schwebende Lasten

Annett Gröschners Roman „Schwebende Lasten“ ist die Geschichte der Blumenbinderin und Kranfahrerin Hanna, ein Arbeiterinnenleben in Magdeburg von 1913 bis 1973. Während 1950 in der DDR 49 Prozent der Frauen berufstätig oder in einer Ausbildung waren, belief sich ihr Anteil 1989 auf mehr als 90 Prozent. Damit lag die DDR an der Weltspitze, aber wie gestaltete sich der Alltag der Frauen in der DDR zwischen Berufstätigkeit, Haushalt, Partnerschaft und Kindern? Welche Erfahrungen haben Rostockerinnen unterschiedlichster Generationen gemacht?

in Kooperation mit dem Stadtteilbüro Lichtenhagen

 

Hanna Krause war Blumenbinderin, bevor das Leben sie zur Kranführerin machte. Sie hat zwei Revolutionen, zwei Diktaturen, einen Aufstand, zwei Weltkriege und zwei Niederlagen, zwei Demokratien, den Kaiser und andere Führer, gute und schlechte Zeiten erlebt, hat sechs Kinder geboren und zwei davon nicht begraben können, was ihr naheging bis zum Lebensende. Hatte später, nachdem ihr Blumenladen längst Geschichte war, von einem Kran in der Halle eines Schwermaschinenbaubetriebes in Magdeburg einen guten Überblick auf die Beziehungen der Menschen zehn Meter unter ihr und starb rechtzeitig, bevor sie die Welt nicht mehr verstand. Hanna Krause blieb bis zu ihrem Tod eine, die das Leben nimmt, wie es kommt. Ihr einziges Credo: anständig bleiben. Annett Gröschners Roman erzählt die Geschichte eines Jahrhunderts in einem einzigen Leben und gibt, mit Hanna, denen ein Gesicht, die zu oft unsichtbar bleiben. Ein Roman über das Ende des Industriezeitalters und seiner Heldinnen im Osten Deutschlands – und über eine gewöhnliche Frau in diesem unfassbaren 20. Jahrhundert.

Veranstalter:innen:

Dokumentations- und Gedenkstätte in der ehem. Untersuchungshaft der Staatssicherheit Rostock/LpB M-V, Heinrich-Böll-Stiftung MV, Literaturhaus Rostock

Kooperationspartner:innen: Stadtteilbüro Lichtenhagen


Anmeldung und Kontakt


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