Lesung & Diskussion im Rahmen der Ausstellung »totenstill« von Dirk Reinartz
mit Max Czollek (Autor) und Thomas Werner (Kulturamt Rostock)
»Alles auf Anfang«: In ihrem aktuellen Buch stellen Max Czollek und Hadija Haruna-Oelker Deutschlands Selbstverständnis als Aufarbeitungsweltmeister auf den Prüfstand. Ist die deutsche Erinnerungskultur gescheitert, wenn Rechtspopulisten Wahlen gewinnen, rechtsextremistische Straftaten unzureichend aufgeklärt werden und »Nie wieder ist jetzt« zu einer Phrase verkommt? Wie kann Gedenken bewirken, dass sich die Vergangenheit nicht wiederholt?
Czollek stellt die Thesen des Buchs vor und diskutiert mit Thomas Werner, der die kommunale Perspektive vertritt: Vor welchen Aufgaben sieht er die Erinnerungsarbeit in Rostock? Wo gelingt sie bereits, und wo stößt sie an Grenzen? Lässt sich der Anspruch einlösen, den Czollek und Haruna-Oelker in ihrem Buch erheben?
Max Czollek gilt mit seinen Büchern und Essays (u.a. »Versöhnungstheater«, 2023) als wichtige Stimme gegen Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung jeder Art und für eine plurale Erinnerungskultur. Er ist Mitherausgeber des Magazins »Jalta – Positionen zur jüdischen Gegenwart«. Zusammen mit Hadija Haruna-Oelker ist er Host des Erinnerungspodcasts »Trauer & Turnschuh«.
Moderation: Ulrika Rinke (Literaturhaus Rostock)
Eintritt: Vvk.: 8 €/5 € erm.*; Abendkasse: 10 €/7 € erm.*
Kulturticket für Studierende**
Kooperationspartner:innen: Kunsthalle Rostock, Literaturhaus Rostock, Heinrich-Böll-Stiftung MV, Hanse- und Universitätsstadt Rostock & Jüdische Gemeinde Rostock


