Hartwig Bernitt, Horst Köpke, Friedrich-Franz Wiese

Arno Esch. Mein Vaterland ist die Freiheit.

Dannenberg 2010 | 334 Seiten | Verband Ehemaliger Rostocker Studenten (VERS) kostenfrei

Heute erinnert einiges in Mecklenburg-Vorpommern und in Deutschland an Arno Esch. Straßen sind nach ihm benannt, Preise werden in seinem Namen verliehen, Stiftungen tragen seinen Namen, Gedenktafeln erinnern an ihn. Esch und seine Weggefährten stehen für eine Generation, deren Durst nach Freiheit und Demokratie in unmittelbarer Folge von Diktatur und Weltenbrand größer war als ihr persönliches Wohlbefinden. In ihren Gedanken, ihren theoretischen Ansätzen und ihrem politischen Handeln war die Sorge um das Gemeinwohl keine leere Worthülse, sondern stand unabdingbar als oberstes Gebot jeder Gesellschaft. Mit politischem Instinkt, enormem Fachwissen und rhetorischem Talent gesegnet, sah Esch die Zeichen einer neuen Diktatur. Dabei unterschätzte er sicherlich, mit welchen brutalen Methoden und perfiden Attacken der Stalinismus und seine Handlanger ihr Machtmonopol aufbauten und sicherten.

Das Schicksal des Studenten Arno Esch und seiner Weggefährten liegt 60 Jahre zurück. Die Welt hat sich seitdem grundlegend verändert. Der Staatssozialismus in Form einer nuklearen Supermacht existiert nicht mehr. Und auch den Liberalismus in der Definition von Esch muss man sorgfältig suchen, um ihn zu finden. Eschs Handeln und Wirken in den wenigen Jahren, seine Ideen und programmatischen Ansätze sind für eine lebhafte Demokratie aber nach wie vor von essentieller Bedeutung und als Mahnung zur Wachsamkeit gegen jede Form politischen Extremismus zu verstehen.

Das Buch istaus der Zusammenfassung von zwei Büchern  -  „Mein Vaterland ist die Freiheit - Das Schicksal des Studenten Arno Esch" von Horst Köpke und Friedrich-Franz Wiese (1990) und „Arno Esch - Eine Dokumentation" von Hartwig Bernitt und Friedrich-Franz Wiese (1994) - mit ergänzenden Beiträgen entstanden.

(aus dem Vorwort von Peter Moeller, Vorsitzender des VERS)