Gerd M. Ahrenholz

"Alleslüge." Leben und Überleben in Krieg und GULag 1939 - 1956.

Dannenberg 2011 | 135 Seiten | Verband Ehemaliger Rostocker Studenten (VERS) kostenfrei

Im Alter von 17 Jahren wurde Ahrenholz zum Militärdienst einberufen. Dem Einsatz an der Westfront folgten von 1944 bis 1946 Jahre der Kriegsgefangenschaft. Der Neuanfang, ein Chemie-Studium in Rostock fand ein jähes Ende. Ohne jeden plausiblen Grund wurde Gerd Manfred Ahrenholz vom sowjetischen Geheimdienst verhaftet und von einem sowjetischen Militärtribunal zu 25 Jahren Zwangsarbeitslager verurteilt. Er konnte nicht begreifen, was ihm geschah. Absolut unschuldig wurde er Opfer der stalinistischen Justiz. Ohne ein falsches Wort geäußert oder eine derzeit verbotene Handlung begangen zu haben, geriet ein Mensch in die Mühlen einer Justiz, die vom Recht unendlichweit entfernt war.

In seinem Bericht schreibt Ahrenholz, wie er bei den Vernehmungen die Protokolle statt mit seinem Namen zu unterschreiben, mit dem Wort „Alleslüge" in Sütterlinschrift unterzeichnete, was glücklicherweise niemand entziffern konnte. So entstand der Titel des vorliegenden Berichts aus mehr als sieben Jahren GULag.

(aus dem Vorwort von Peter Moeller, Vorsitzender des VERS)