Nr. 017/10 - 12.05.2010 - LpB - Landeszentrale für politische Bildung
Fast alle Parteien des bürgerlichen Lagers standen der Weimarer Republik feindselig gegenüber. Eine rühmliche Ausnahme bildete die "Deutsche Demokratische Partei (DDP)", die in Mecklenburg von dem Lehrer Richard Moeller geführt wurde. Als Fraktionsvorsitzender seiner Partei im Schweriner Landtag und Kultusminister von 1926 bis 1929 verteidigte er mit großem Kampfeseifer das parlamentarische System gegen den erstarkenden Nationalsozialismus. 1933 wurde er von der NSDAP als Lehrer entlassen und 1945 von den Sowjets verhaftet. Er starb im Dezember 1945 im Lager Fünfeichen. Seine 1940 verfassten Lebenserinnerungen bilden eine wichtige Quelle zur Landesgeschichte.
Dr. Bernd Kasten (Stadtarchiv Schwerin) stellt mit seinem Vortrag "Richard Moeller und die Weimarer Republik" die soeben von ihm herausgegeben Lebenserinnerungen Moellers vor.
Dr. Armin Jäger, MdL, wird die Veranstaltung mit einem Grußwort eröffnen.
Richard Moeller, Lebenserinnerungen, hg. v. Bernd Kasten (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Mecklenburg, Reihe C: Quellen zur mecklenburgischen Geschichte Band 9), Verlag Schmidt-Römhild, Rostock 2010
Ort: Schleswig-Holstein-Haus, Puschkinstr. 12, 19055 Schwerin
Zeit: Dienstag, 18. Mai 2010, 17 Uhr