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Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern




Aktuelles




Herbert Ziehm: 
Einflussnahme der Stasi auf gerichtliche Entscheidungen.

Vortrag und Gespräch.


24.04.2012, 19 Uhr, Dokumentationszentrum Schwerin

In der DDR gab es keine Gewaltenteilung. Hinter der Fassade eines Verfassungsstaates mit dem Parlament „Volkskammer“ beanspruchte das Politbüro der SED die Herrschaft über die Gesetzgebung und die personelle Zusammensetzung des Staatsapparates einschließlich der Justiz. Für die Parteiführung waren Rechtsfragen in allererster Linie Machtfragen oder wie es kurz nach dem 13. August 1961 in einer Direktive des Sekretariats der SED formuliert wurde: “Jedes Urteil ist eine politische Tat“.

Als Schild und Schwert der Partei war das Ministerium für Staatssicherheit bei der Durchsetzung  dieser Machtfragen mit eigenen Aufgaben auf allen Ebenen betraut. Nicht nur bei der Gesetzgebung sondern auch durch Schulungen der politisch Verantwortlichen der Justiz nahm das MfS Einfluss auf Rechtsauffassung in der DDR. Durch die Tätigkeit des MfS als Ermittlungsorgan wurde dieser Einfluss auch praktisch umgesetzt. Eine Hauptmethode des Vorgehens beim „Delikt – politische Untergrundtätigkeit„ war der Operative Vorgang (OV). Mit Hilfe von Geheimdienstmethoden wurden notfalls illegal Beweise beschafft und Bürger kriminalisiert. Dabei wurde nichts dem Zufall überlassen und auch der Einsatz von inoffiziellen Mitarbeitern (IM) eingeplant.

Auch die Gerichtverhandlungen, insbesondere bei politischen Prozessen, liefen oft nach regelrechten Drehbüchern ab, in denen auch den Rechtsanwälten eine Rolle zugedacht war. Selbst in den Haftanstalten wurden die Verurteilten  weiter unter Kontrolle gehalten durch sogenannte „Zelleninformatoren“. In den Gerichtsakten spiegeln sich diese Methoden oft nicht wider.

All diesen Fragen versucht Herbert Ziehm in seinem Vortrag nachzugehen. Herbert Ziehm wirkte 1990 an der Stasi-Auflösung in Berlin  mit. Von Oktober 1990 bis März 2012 war er Mitarbeiter der Stasi-Unterlagen-Behörde, zuletzt ständiger Vertreter des Abteilungsleiters der Abteilung Auskunft. Im Anschluss an das Referat stellt er sich den Fragen des Publikums. Corinna Kalkreuth, Leiterin der Schweriner BStU-Außenstelle moderiert die Veranstaltung.

Flyer/Programm ( 590 KB)

Der Eintritt ist frei.
Um Anmeldung wird gebeten:

Heike Müller
Tel.: 0385-745299-11 / -12
Fax.: 0385-7778847
E-Mail: dokuzentrum-schwerin@lpb.mv-regierung.de


Veranstaltungsinformationen
Veranstaltungstitel: Herbert Ziehm: Einflussnahme der Stasi auf gerichtliche Entscheidungen. Vortrag und Gespräch.
Datum: 24.04.2012, 19 Uhr
Veranstaltungsort: Dokumentationszentrum des Landes für die Opfer der Diktaturen in Deutschland, Obotritenring 106, 19053 Schwerin
Veranstalter: BStU-Außenstelle Schwerin, Landeszentrale für politische Bildung MV
Kosten der Veranstaltung: keine
Ansprechpartner in der LpB: Heike Müller


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Foto: LpB MV


Zelleninformatoren. 
Die Spitzel der Staatssicherheit in der Untersuchungshaft.
Vortrag und Gespräch.

07.12.2011, 19 Uhr, Dokumentationszentrum Schwerin.

Die Staatssicherheit warb in ihren Gefängnissen Untersuchungshäftlinge, als so genannte Zelleninformatoren (ZI), an. Die ZI berichteten, was sie vertraulich von ihren Mitinsassen erfuhren, über die wirklichen Tatbeiträge oder etwaige Mittäter.

Die Auswertung einer Rostocker MfS-Kartei über diese ZI ermöglicht neue Erkenntnisse über die Tätigkeit, die Deliktstruktur sowie das soziale Profil dieser Zuträger: Wie viele Untersuchungshäftlinge wurden auf diese Weise ausgeforscht? Waren auch verhaftete Bundesbürger bereit, die Mitinsassen auszuhorchen? Wie lange dauerte es, bis die Betreffenden in der Ausnahmesituation der Haft kooperierten? Was waren die Motive der Zelleninformatoren?

Die Außenstelle Schwerin des BStU und die Landeszentrale für politische Bildung M-V laden Sie herzlich in das Dokumentationszentrum des Landes zu einem Vortrag und Gespräch ein.

Referenten:
Jenny Schekahn und Dr. Tobias Wunschik (BStU)

Flyer ( 295 KB)
Der Eintritt ist frei.
Um Anmeldung wird gebeten.

Katrin Ehrke
Tel: 0385-3020910  
Fax: 0385-3020922
E-Mail: poststelle@lpb.mv-regierung.de

Heike Müller
Tel.: 0385-745299-11 / -12
Fax.: 0385-7778847
E-Mail: dokuzentrum-schwerin@lpb.mv-regierung.de

Ort der Veranstaltung: Dokumentationszentrum des Landes für die Opfer der Diktaturen in Deutschland, Obotritenring 106, 19053 Schwerin

Veranstalter: BStU-Außenstelle Schwerin, Landeszentrale für politische Bildung M-V



Foto: LpB MV

"Auseinandersetzung mit Diktaturen" -
Methodenseminar für Lehrkräfte und Multiplikatoren
aus Mecklenburg-Vorpommern

12.-14.10.2011, Schwerin/Muess und Dokumentationszentrum des Landes für die Opfer der Diktaturen in Deutschland

Die Landeszentrale für politische Bildung möchte mit diesem speziell für Mecklenburg-Vorpommern konzipierten Seminar zugleich das Angebot zum kollegialen Erfahrungsaustausch über die gemeinsame Entwicklung neuer Lernmaterialien zu global relevanten Themen wie Menschen- und Bürgerrechten sowie die Sicherung von Demokratie und Gerechtigkeit und Fragen des Rechtsextremismus aufgreifen.

Lehrerinnen und Lehrer aller Schularten und Unterrichtsfächer der Sekundarstufe I und II sowie Multiplikatoren aus Mecklenburg-Vorpommern können sich für dieses dreitägige Seminar in Schwerin/Muess und dem Schweriner Dokumentationszentrum des Landes für die Opfer der Diktaturen in Deutschland anmelden.

Die Zahl der zur Verfügung stehenden Plätze ist beschränkt und wird paritätisch nach den Schulamtsbereichen vergeben. Sollte die Zahl der Anmeldungen die vorhandenen Plätze überschreiten, wird in Abstimmung mit den Schulämtern über die Teilnahme entschieden.

Das Methodenseminar ist ein anerkanntes Fortbildungsangebot der Landeszentrale für politische Bildung. Wir weisen darauf hin, dass die Reisekosten durch die LpB nicht übernommen werden können.

Programm ( 187 KB)
Anmeldung ( 176 KB)
Anmeldung ( 222KB, elektronisch ausfüllbar)

Anmeldeschluss ist Freitag, der 16. September 2011.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Heike Müller
Dokumentationszentrum des Landes für die Opfer der Diktaturen in Deutschland
Telefon: 0385-74529912
E-Mail: h.mueller@lpb.mv-regierung.de

Alle weiteren Informationen zum Seminar finden Sie in unserem Programm ( 187 KB).



Foto: LpB MV


AndersDenkenVerboten.
Künstlerische Auseinandersetzung mit Diktatur und Demokratie. 
Eine Ausstellung.

03.05.–08.07.2011, Di - Fr 12.30-16.00 Uhr, 
Dokumentationszentrum Schwerin.

Für viele junge Menschen ist das 20. Jubiläum der deutschen Wiedervereinigung ein Geschichtsdatum unter vielen. Sie wurden in einem Rechtsstaat geboren und genießen die Möglichkeiten der Demokratie. Ist ihnen aber bewusst, was Demokratie ausmacht, worin die Vorzüge gegenüber einer Diktatur liegen und warum gerade in einer Demokratie das Engagement jedes Einzelnen so wichtig ist?

Um das Nachdenken über diese Fragen und dabei auch über die SED-Diktatur in der DDR zu befördern, trat die BStU-Außenstelle Rostock im März 2010 an verschiedene Schulen mit der Idee heran, sich innerhalb eines Projektes künstlerisch mit Diktatur und Demokratie auseinanderzusetzen.
Es beteiligten sich vier Gymnasien:
- das Erasmus-Gymnasium Rostock,
- das Alexander-von-Humboldt-Gymnasium Greifswald,
- das »Friderico-Francisceum« Bad Doberan und
- das »Katharineum« Lübeck,
mit insgesamt acht Klassen und damit rund 190 Schülerinnen und Schülern.

Alle Klassen führten Projekttage in der Dokumentations- und Gedenkstätte in der ehemaligen U-Haft der Stasi in Rostock (DuG) durch, führten die Auseinandersetzung im Unterricht weiter und setzen diese künstlerisch um. Dabei entstanden Bilder, Zeichnungen, Collagen, Plastiken und Objekte, die eine intensive Beschäftigung der Schülerinnen und Schüler mit dem Thema belegen. Sie zeigen ebenso eindrucksvoll, dass die jungen Künstler verstanden haben, warum Menschen in der DDR für Demokratie eingetreten sind, trotz oft gravierender Folgen.

Ein Teil der entstandenen Kunstwerke ist nun im Dokumentationszentrum zu sehen.

Gemeinsam mit der Außenstelle Rostock des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU) laden wir alle Interessierten zum Besuch der Ausstellung herzlich ein. Der Eintritt ist frei.

Ort der Veranstaltung: Dokumentationszentrum des Landes für die Opfer der Diktaturen in Deutschland, Obotritenring 106, 19053 Schwerin

Öffnungszeiten: 03.05.–08.07.2011, Di - Fr 12.30-16.00 Uhr

Veranstalter:
- Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern
- Der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik



Foto: LpB MV


10 Jahre Dokumentationszentrum Schwerin.
"Arno Esch. Mein Vaterland ist die Freiheit" &
"Der Nachlass und die "Stasi-Akte" von Emma Esch".
Buchvorstellung.

06.06.2011, 18.00 Uhr,
Dokumentationszentrum Schwerin.

2010 überarbeitete der Verband Ehemaliger Rostocker Studenten (VERS) die beiden von ihm herausgebrachten und inzwischen vergriffenen Bücher über Arno Esch. Bedeutsam für die Überarbeitung war insbesondere die erweiterte Quellenlage, die sich durch Einblick in den Nachlass und die "Stasi-Akte" von Arno Eschs Mutter, Emma Esch, ergab. Dadurch konnte die Verfolgungsgeschichte über ihrer beider Tod hinaus nachgezeichnet werden.

1950 wurde Arno Esch in Schwerin durch das Sowjetische Militärtribunal zum Tode verurteilt und vor fast genau 60 Jahren in Moskau hingerichtet.

Programm
Dr. Peter Moeller – Buchvorstellung: Arno Esch. Mein Vaterland ist die Freiheit
(Vorsitzender des Verbandes Ehemaliger Rostocker Studenten)

Schülerinnen und Schüler erinnern an Arno Esch

(Gymnasium Am Tannenberg/ Grevesmühlen)

Dietrich Voß/– Buchvorstellung: Der Nachlass und die "Stasi-Akte" von Emma Esch
(Pastor i.R., Schöneberg)

Ort der Veranstaltung: Dokumentationszentrum des Landes für die Opfer der Diktaturen in Deutschland, Obotritenring 106, 19053 Schwerin

Veranstalter:
- Dokumentationszentrum des Landes für die Opfer der Diktaturen in Deutschland
- Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten:
Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern
Frau Katrin Ehrke
Jägerweg 2
19053 Schwerin
E-Mail: poststelle@lpb.mv-regierung.de
Fax: 0385-3029922

oder hier:
Dokumentationszentrum des Landes
für die Opfer der Diktaturen in Deutschland
Frau Karin Haring
Obotritenring 106
19053 Schwerin
E-Mail: dokuzentrum-schwerin@lpb.mv-regierung.de
Fax: 0385-7778847

Hintergrund: 10 Jahre Dokumentationszentrum Schwerin - 3 Veranstaltungen im Juni 2011.

Den Flyer zum Programm "10 Jahre Dokumentationszentrum Schwerin" finden Sie hier. (, 2,03 MB)



Foto: LpB MV


10 Jahre Dokumentationszentrum Schwerin.
Dr. Tobias Wunschik (BStU Berlin):
Hinter doppelten Mauern. Die Gefängnisse der DDR nach dem Mauerbau von 1961. Vortrag und Diskussion.

15.06.2011, 19.00 Uhr, 
Dokumentationszentrum Schwerin.

 

Die wachsende politische Repression in der zweiten Jahreshälfte 1961 fand ihre Entsprechung in einer strengeren Gangart gegenüber den Häftlingen im DDR-Strafvollzug. Seltene Proteste gegen den Mauerbau wurden hier besonders rigoros verfolgt. Gemäßigt wurde die strengere Linie erst mit dem Politbürobeschluss von April 1962, der vielen politischen Häftlingen die Freiheit brachte, wenngleich sie nun gezwungenermaßen im Machtbereich der SED-Führung bleiben mussten. Im kollektiven Gedächtnis der Häftlingsgesellschaft blieb der 13. August haften: Anlässlich der jährlichen Wiederkehr des Mauerbaus kam es in zahlreichen Haftanstalten zum kurzzeitigen Niederlegen der Arbeit.

Dr. Tobias Wunschik ist innerhalb der BStU der ausgewiesene Experte für die Themenschwerpunkte "Staatssicherheit und internationaler Terrorismus", "Strafvollzug und politische Gefangene in der DDR". Zum Thema "Widerstand in DDR-Haftanstalten" hat er ein Webprojekt der BStU wesentlich mitgestaltet. Zur Einführung und weiterführenden Lektüre empfehlen wir seinen Artikel:
- Dr. Tobias Wunschik: Selbstbehauptung und politischer Protest von Gefangenen im DDR-Strafvollzug (, KB)

Ort der Veranstaltung: Dokumentationszentrum des Landes für die Opfer der Diktaturen in Deutschland, Obotritenring 106, 19053 Schwerin

Veranstalter:
- Dokumentationszentrum des Landes für die Opfer der Diktaturen in Deutschland
- Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern
- in  Kooperation mit der BStU-Außenstelle Schwerin

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten:
Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern
Frau Katrin Ehrke
Jägerweg 2
19053 Schwerin
E-Mail: poststelle@lpb.mv-regierung.de
Fax: 0385-3029922

oder hier:
Dokumentationszentrum des Landes
für die Opfer der Diktaturen in Deutschland
Frau Karin Haring
Obotritenring 106
19053 Schwerin
E-Mail: dokuzentrum-schwerin@lpb.mv-regierung.de
Fax: 0385-7778847

Hintergrund: 10 Jahre Dokumentationszentrum Schwerin - 3 Veranstaltungen im Juni 2011.

Den Flyer zum Programm "10 Jahre Dokumentationszentrum Schwerin" finden Sie hier. (, 2,03 MB)



Foto: LpB MV


10 Jahre Dokumentationszentrum Schwerin.
Dr. Michael Buddrus (IfZ München/Berlin):
Die wiederentdeckten Akten der mecklenburgischen NS-Sondergerichte Schwerin/Rostock.

22.06.2011, 19.00 Uhr,
Dokumentationszentrum Schwerin.

Neu aufgefundene, bislang als verschollen geltende Akten ermöglichen erstmals einen differenzierteren Blick auf das Wirken der mecklenburgischen NS-Sondergerichte Schwerin und Rostock. Durch eine detaillierte Analyse der derzeit ausgewerteten Prozessunterlagen und Personalakten können zum einen die an den Sondergerichten agierenden Richter und Staatsanwälte namhaft gemacht und deren Tätigkeit beleuchtet werden; zum anderen erhalten die Angeklagten ein Gesicht, die ihnen vorgeworfenen Delikte und die gegen sie verhängten Strafen werden eingehend untersucht.

Die zunehmend radikale, perfide und pervertierte "Rechtsprechung" dieser spezifischen Form der NS-Justiz entwickelte sich zu einem wesentlichen Herrschaftsmittel des Staates zur sozialen Kontrolle und Disziplinierung der eigenen Bevölkerung.

Dr. Michael Buddrus ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte München/Berlin und ausgewiesener Experte für Zeit des Nationalsozialismus von 1933 und 1945 in Mecklenburg – einer seiner Forschungsschwerpunkte sind die Sondergerichte Schwerin und Rostock von 1933 – 1945.

Ort der Veranstaltung: Dokumentationszentrum des Landes für die Opfer der Diktaturen in Deutschland, Obotritenring 106, 19053 Schwerin

Veranstalter:
- Dokumentationszentrum des Landes für die Opfer der Diktaturen in Deutschland
- Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten:
Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern
Frau Katrin Ehrke
Jägerweg 2
19053 Schwerin
E-Mail: poststelle@lpb.mv-regierung.de
Fax: 0385-3029922

oder hier:
Dokumentationszentrum des Landes
für die Opfer der Diktaturen in Deutschland
Frau Karin Haring
Obotritenring 106
19053 Schwerin
E-Mail: dokuzentrum-schwerin@lpb.mv-regierung.de
Fax: 0385-7778847

Hintergrund: 10 Jahre Dokumentationszentrum Schwerin - 3 Veranstaltungen im Juni 2011.


Den Flyer zum Programm "10 Jahre Dokumentationszentrum Schwerin" finden Sie hier. (, 2,03 MB)



Foto: LpB MV


Eine Kindheit in vormaurischer Zeit.
Lesung und Diskussion mit Christiane Brinck.

08.03.2011, 19 Uhr, Dokumentationszentrum Schwerin.

Christine Brinck wuchs in den 1950er Jahren in Schwerin auf. Nach der Flucht ihrer Familie in den Westen studierte sie Literaturwissenschaften und promovierte 1976 an der Universität Hamburg. Als freie Journalistin und Autorin lebt sie heute in Hamburg und München.

Ihr Buch "Eine "Kindheit in vormaurischer Zeit" gewährt uns einen ungewöhnlichen und sehr persönlichen Einblick in die ersten zehn Jahre der DDR. Wie Menschen mit bedrohlichen Situationen fertig werden, ohne Humor und Tatkraft zu verlieren, wie Kindheit dennoch voller unbeschwerter Momente sein kann und wie man sich zwischen Auflehnung und Rückzug täglich neu arrangiert, davon erzählt die Autorin ganz ohne Selbstmitleid, aber mit scharfem Blick.

Sie sind herzlich eingeladen.
Der Eintritt ist frei.
Um Anmeldung wird gebeten.

Christine Brinck: Eine Kindheit in vormaurischer Zeit.
Berlin 2010, 172 Seiten, Berlin Verlag.

Sie können die Publikation bei der Landeszentrale hier bestellen.

Veranstalter:
- Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern
- Dokumentationszentrum des Landes für die Opfer der Diktaturen in Deutschland

Veranstaltungsort:
Dokumentationszentrum des Landes für die Opfer der Diktaturen in Deutschland
Obotritenring 106
19055 Schwerin
Tel.:  0385-74529911 oder -12
Fax.: 0385-7778847
E-Mail: dokuzentrum-schwerin@lpb.mv-regierung.de



Foto: LpB MV
Es war doch nicht alles schlecht …?!
Alltag und Herrschaft in der DDR.

Fortbildungsveranstaltung für LehrerInnen
und Multiplikatoren

28.02.2011, 9.30-16 Uhr,
Innerstädtisches Gymnasium Rostock

Die DDR ist bereits seit über 20 Jahren Geschichte. Doch die Frage, was die DDR nun eigentlich war, wird schärfer denn je diskutiert. Für die einen war sie geprägt durch die Diktatur der SED, für die anderen der Versuch einer sozial gerechten Gesellschaft.

Angesichts dieser Polarisierung und des zunehmenden zeitlichen Abstands wächst  die Bedeutung der DDR-Geschichtsvermittlung im Schulunterricht. Hinzu kommt, dass andere Informationsquellen wie die Reflexionen der Erlebnisgenerationen und die Darstellungen in den Medien von subjektiven Erfahrungen, Erlebnissen und Intentionen geprägt und daher als Quellen geschichtlichen Wissens zu hinterfragen sind.

Um die Lehrerschaft bei der Bewältigung dieses komplizierten und komplexen Themas zu unterstützen, wird diese anerkannte, landesweite Lehrerfortbildung angeboten. Sie ist eine Veranstaltung im Rahmen der 2009 vereinbarten Kooperation zwischen dem Bildungsministerium Mecklenburg-Vorpommern und der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen der ehemaligen DDR.

Programm ( 74 KB)
ab 9:30 Uhr
Präsentation von Schülerprojekten, Ausstellungen, Büchertische

09:50-10:00 Uhr
Duo Zeitlos – Musikalischer Einstieg

10:00-10:25 Uhr
Jugend debattiert  - Schüler der ISG Rostock zum Thema
"Es war doch nicht alles schlecht …?!"

10:25-10:30 Uhr
Begrüßung durch Thomas Döring, Schulleiter des ISG

1
0:30-10:35 Uhr
Begrüßung durch Holm-Henning Freier, Leiter BStU – Außenstelle Neubrandenburg

10:35-10:40 Uhr
Duo Zeitlos – Musikalisches Zwischenspiel

10:40-11:10 Uhr
Marianne Birthler (Bundesbeauftragte)
Reflexionen zum Thema 

11:10-11:30 Uhr
Pause

11:35-12:45 Uhr
Erfahrungsberichte von Lehrerinnen und Lehrern
"Meine Annäherung an das Thema DDR in der Schule" 

12:45-13:45 Uhr
Mittagspause

13:45-13:50 Uhr
Duo Zeitlos – Musikalische Nachspeise

13:50-14:20 Uhr
Prof. Dr. theol. habil. Dr. h. c.  Richard Schröder (Humboldt Universität Berlin - emeritiert)
Vortrag zum Thema

14:20-15:50 Uhr
Podiumsdiskussion
- Henry Tesch, Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur M-V
- Marianne Birthler, BStU
- Prof. Dr. Richard Schröder, Humboldt Universität Berlin
- Thomas Döring, Schulleiter ISG
- Elternvertreter/in, Schülervertreter/in
Moderation: Thoralf Cleven - stellv. Chefredakteur Ostsee-Zeitung

15:50-16:00 Uhr
Abschlussworte von Holm-Henning Freier, Leiter BStU – Außenstelle Neubrandenburg
Duo Zeitlos – Musikalische Verabschiedung 

Da Parkplätze im und am ISG kaum vorhanden sind, sollten Autofahrer am besten die Möglichkeiten am Rostocker Hauptbahnhof, vor allem am Südausgang nutzen.
Die Reisekosten werden über entsprechende Dienstreiseanträge durch die jeweiligen Staatlichen Schulämter erstattet.

Die Veranstaltung ist als Lehrerfortbildung anerkannt.

Angesichts der begrenzten Kapazität (ca. 200 Plätze) bitten wir um rechtzeitige Anmeldung:
Die Bundesbeauftragte für die Unterlagen
des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen
Deutschen Demokratischen Republik
Außenstelle Rostock
Hohen Tannen 11
18196 Waldeck/Dummestorf
Telefon: 038208-8261210
E-Mail: astrostock@bstu.bund.de

Veranstaltungsort
Innerstädtisches Gymnasium (ISG) Rostock
Goetheplatz 5
18055 Rostock

Veranstalter
- Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern
- Die Landesbeauftragte für Mecklenburg-Vorpommern für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR (LStU MV)
- Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern (LpB MV)
- Institut für Qualitätsentwicklung Mecklenburg-Vorpommern (IQMV)
- BStU-Außenstellen Neubrandenburg, Rostock und Schwerin


Dauerausstellungen
im Dokumentationszentrum des Landes
für die Opfer der Diktaturen in Deutschland
Dienstag – Freitag

12.30 – 16.00 Uhr und nach Vereinbarung

Das Schweriner Justizgebäude und die Untersuchungshaftanstalt am Demmlerplatz erzählen von fast einem Jahrhundert deutscher Geschichte. Während der Zeit der Diktaturen wurden hier Menschen ihrer Freiheit beraubt, wegen ihrer Rasse oder ihrer Herkunft, weil sie für ihre politischen, weltanschaulichen oder religiösen Überzeugungen eintraten oder aus völlig belanglosen Gründen.

Die Dauerausstellung dokumentiert die Wirkungsgeschichte dieses Ortes in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur, während der sowjetischen Besatzung und in der DDR-Zeit, eng verbunden mit der jeweiligen politischen Situation.

Dauerausstellungen

„Strafrecht ist Kampfrecht!“ –  Justiz und Terror in Mecklenburg 1933-1945

Der erste Teil der Ausstellung beschäftigt sich mit der Rolle der mecklenburgischen Justiz als Teil der NS-Diktatur, mit der Instrumentalisierung des Rechts, um tatsächliche und vermeintliche Gegner auszuschalten. Die Schicksale von Opfern der nationalsozialistischen Sondergerichtsbarkeit und der Erbgesundheitsgerichte sind hier dokumentiert.

„Im Namen der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken!“ – Justiz und Besatzungswillkür in Mecklenburg-Vorpommern 1945-1949/53

Im zweiten Teil der Ausstellung wird die politische Verfolgung in der sowjetischen Besatzungszone und in der DDR bis 1953 aus regionaler Perspektive dargestellt. Anhand von zahlreichen Einzelschicksalen wird die Verfolgungspraxis der sowjetischen Besatzungsmacht gegen deutsche Zivilisten gezeigt. Unzählige, meist völlig unschuldige Menschen wurden durch ein sowjetisches Militärtribunal verurteilt und in Speziallager oder zur Zwangsarbeit in der Sowjetunion gebracht.

„Gemeinsam für den Schutz der Arbeiter- und Bauern-Macht“ – Staatssicherheit und Justiz im Norden der DDR 1949-1989

Der dritte Teil der Ausstellung beschäftigt sich mit der politischen Verfolgung in der DDR, insbesondere im Bezirk Schwerin. Ausgehend von der Wirkungsgeschichte des Hauses wird die Überwachungs- und Verfolgungspraxis der SED-Diktatur anhand zahlreicher Einzelschicksale dokumentiert. Die Arbeit des Ministeriums für Staatssicherheit und ihr Zusammenwirken mit der DDR-Justiz steht dabei im Vordergrund.
Die Dauerausstellung kann allein oder in Gruppen besucht werden.
Wenn eine Führung gewünscht wird, ist eine vorherige Anmeldung notwendig.

Datum / Zeit:

Dienstag – Freitag 12.30 – 16.00 Uhr
und nach Vereinbarung
Ort:


Dokumentationszentrum des Landes
für die Opfer der Diktaturen in Deutschland
Obotritenring 106
19055 Schwerin
Veranstalter:

Landeszentrale für politische Bildung
Mecklenburg–Vorpommern

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